THW-Präsident an der Basis

    Albrecht Broemme bei Ortsverbänden am See – Er begutachtet Ausrüstung und besucht Gedenkstätte

    Im Südkurier Friedrichshafen berichtete Andrea Fritz am 6. März:

    THW-Präsident Albrecht Broemme (Mitte) beim Besuch der Gedenkstätte für die Flugzeugkollision bei Überlingen. Bild: Michael Wilkendorf.

    Bodenseekreis – Bundesweit engagieren sich beim Technischen Hilfswerk (THW) mehr als 80 000 Helfer in 668 Ortsverbänden – 99 Prozent davon ehrenamtlich. Nicht alle Tage kommt es vor, dass der Präsident an der Basis eine Ortsgruppe inspiziert. Am Samstag hat Präsident Albrecht Broemme den Ortsverbänden Friedrichshafen und Überlingen einen Besuch abgestattet, um nachzusehen, wie weit der Investitionsstau der vergangenen Jahre aufgelöst werden konnte. Mit dabei der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster.

    „Sie sind so etwas wie die Anti-Egoisten in unserer Gesellschaft, die da sind und helfen, wenn andere in Not sind“, sagte Gerster in Friedrichshafen. Er brachte Dank, aber auch die Botschaft mit, dass man nach Jahren des Stillstands bei Beschaffungen und Liegenschaften in der vergangenen Legislaturperiode erfolgreich gemeinsam unterwegs gewesen sei. „Es ist wichtig, dass Sie gute Rahmenbedingungen für Ihr ehrenamtliches Engagement erhalten und sehen, dass Gesellschaft und Politik Ihr Engagement zu würdigen wissen“, so Martin Gerster weiter. Besonders die dauerhafte Erhöhung der Selbstbeschaffungsmittel um acht Millionen Euro, die auf Initiative aus dem Parlament heraus genehmigt wurden, wurde in Friedrichshafen sehr begrüßt. „Das war dringend notwendig, auch wenn wir noch lange nicht im Geld schwimmen, können wir jetzt doch im normalen Maß übers Jahr kommen“, sagte der Ortsbeauftragte Matthias Gruber.

    In der Vergangenheit war in den Ortsverbänden das Geld für Benzin bereits im August knapp geworden. Angesichts der immer wieder drohenden Hochwassersituation in Meckenbeuren ist besonders Bürgermeister Andreas Schmid dankbar für die gute Kooperation mit dem THW-Ortsverband. Aber auch Friedrichshafens Erster Bürgermeister Stefan Köhler ist froh darum, die Helfer vom Technischen Hilfswerk stets in Bereitschaft zu wissen. Dass die Kameradschaft beim THW Friedrichshafen ganz besonders großgeschrieben wird, zeigt sich spätestens, wenn wieder einmal spät am Abend ein Rolltor klemmt oder der 33 Jahre alte Radlader streikt, für den es keine Ersatzteile gibt, weil es auch die Firma Zettelmeyer längst nicht mehr gibt. THW-Präsident Albrecht Broemme stellte in Aussicht, dass der Radlader im Lauf der nächsten zwei Jahre ersetzt wird.

    Die Abordnung, zu der auch der THW-Landesbeauftragte Dietmar Löffler, ein gebürtiger Friedrichshafener, der seit dem ersten März im Amt ist und sein Vorgänger Stephan Böckmann, sowie Carmen Egle, die Geschäftsstellenleiterin aus Biberach, der Landessprecher Walter Nock und Juso-Landesvorsitzender Leon Hahn zählten, zog im Anschluss weiter zum THW Überlingen und zur Gedenkstätte nahe Überlingen, wo am 1. Juli 2002 bei einem Flugunglück 71 Menschen, darunter 49 Kinder, ums Leben gekommen waren. An der Bergung hatten sich 2002 auch rund 20 THW-Helfer aus Friedrichshafen beteiligt. „Solche Einsätze sind belastend und wir sind inzwischen bundesweit so aufgestellt, dass wir den Einsatzkräften helfen können, auch solche Einsätze zu verarbeiten“, so Broemme.

    THW-Ortsverbände

    Das Technische Hilfswerk Friedrichshafen wurde am 18. Januar 1953 gegründet. Derzeit besteht der Ortsverband aus 98 ehrenamtlichen Mitgliedern, von denen 55 einsatzbefähigt sind. Die Jugendgruppe zählt 18 Mitglieder. Geleitet wird das THW Friedrichshafen vom Ortsbeauftragten Matthias Gruber und seinem Stellvertreter Joachim Rau. Zugführer ist Thomas Vogt. Der THW-Ortsverband in Überlingen wird vom Ortsbeauftragten Matthias Gruber und seinem Stellvertreter Joachim Rau angeführt. Neben dem Zugtrupp gibt es in Überlingen drei Bergungsgruppen und die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen. Informationen im Internet: www.thw-friedrichshafen.de, www.ov-ueberlingen.thw.de.

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