SPD-Landesgeneralsekretärin Katja Mast, MdB, in Laupheim

MdB Katja Mast, Fraktionssprecherin für Arbeit und Soziales (links), ließ sich zusammen mit SPD-Mitgliedern aus der Region von Peter Reißig, Leiter der Heggbacher Werkstätten in Laupheim (rechts), unter anderem die Flugzeugteilefertigung in dessen Betrieb erläutern. Foto: Wolfgang Heinzel

„Die, die hier an den Maschinen stehen, empfinden es als Ehre“

LAUPHEIM (zel) – Sehr beeindruckt gezeigt hat sich jetzt die Pforzheimer SPD-Bundestagsabgeordnete und Landesgeneralsekretärin ihrer Partei, Katja Mast, über die Arbeit im Kompetenzzentrum mechanische Fertigung (KMF) der Heggbacher Werkstätten in Laupheim. Eingeladen von der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Brigitte Bailer, ließ sie sich zusammen mit Kandidierenden und Gemeinderatsmitgliedern von KMF-Leiter Peter Reißig das Konzept der Einrichtung erläutern.

Praxisnähe ist der zentrale Begriff, um den sich für die rund 50 Beschäftigten, davon rund 40 Behinderte, im Laupheimer KMF alles dreht. „Wir wollen die Menschen möglichst auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermitteln“, sagte Reißig bei der Führung durch die Einrichtung. Deshalb biete man Tätigkeitsfelder wie in der freien Wirtschaft und bekomme von dort Aufträge, weil man sauber arbeite. „Wir haben bei uns jetzt Schichtbetrieb und beliefern Flugzeugausstatter, Autozulieferer und Hausgeräteherstelle in der Region auch just in time, also direkt an die Bänder, mit hochpräzise gefertigten Teilen.“

„Hochinteressant“ nannte Katja Mast die Eindrücke, die sie und ihre örtlichen Parteigenossen im KMF vermittelt bekamen. „Die, die hier an den Maschinen stehen, empfinden es als Ehre“, meinte sie. Man merke in Laupheim, wie viel angepackt werde und dass man gute Lösungen für die Betroffenen suche. Mit diesem Ziel werde auch das neue Bundesteilhabegesetz gestaltet, dass die Kommunen künftig von Eingliederungshilfen in Milliardenhöhe jährlich entlaste, beginnend 2015 mit einer Milliarde, dann stufenweise steigend bis 5 Milliarden jährlich ab 2018. „Mit zur Eingliederung behinderter Menschen beitragen sollen zusätzlich 350 Millionen Euro pro Jahr, die wir im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben“, erklärte Mast, die auch Fraktionssprecherin für Arbeit und Soziales ist.

Das war ganz im Sinne von KMF-Chef Reißig, der hier dringenden Handlungsbedarf sieht: „Leute von uns, die wirklich was können, kommen zum Teil wieder zurück, weil Chefs unfähig sind, deren Qualifikationen zu nutzen.“ Man stelle sogar Jobcoaches, die die Leute in die Betriebe begleiten. „Dann stoßen wir aber oft noch auf die unbegründete Angst der Arbeitgeber, die Leute im Problemfall nicht mehr loszukriegen, aber sie haben ein Rückkehrrecht in die Werkstätten“, so Reißig.

Die wichtigen Informationen werde sie mit nach Berlin nehmen, versprach Katja Mast, und empfahl ihren Gastgebern, auch die parlamentarische Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller einmal nach Laupheim einzuladen: „Sie ist zuständig für die Bereiche Sozialversicherung, Alterssicherung, Sozialhilfe und Integration und kann sicher hier wertvolle Anregungen mitnehmen.“

 

 

 

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