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„Die weitreichendste Reform in der Pflege“

     Großes Interesse an Podiumsdiskussion zur neuen Pflege von MdB Gerster und AOK

    Bild von links: Der Biberacher Diakon Roland Fritzenschaft, Annette Köpfler, Leiterin der Altenhilfe St. Elisabeth-Stiftung in Biberach, Natalija Belinder, Leiterin Pflege beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen, Dr. Sabine Schwenk, Geschäftsführerin der AOK Ulm-Biberach, und der Biberacher SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster erläuterten Neuerungen beim Pflegerecht. Foto: Wolfgang Heinzel.

    Pflegebedürftigkeit ist ein Thema, das wir alle gern ausblenden, solange es uns nicht persönlich betrifft. Vor dem Hintergrund des zweiten Pflegegesetzes, dessen wichtigste Neuerungen ab 2017 umgesetzt werden, hatten der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster und die AOK Ulm-Biberach jetzt in die Biberacher Volksbank geladen. 50 Zuhörer verfolgten gespannt die Podiumsdiskussion „Stadtgespräch: Welche Auswirkungen hat das neue Pflegegesetz?“ und nutzten die Gelegenheit, der Runde lokaler Experten ihre Fragen zu stellen.

    „Die weitreichendste Reform in der Pflege seit 1995“ nannte Gabi Huber, AOK-Geschäftsbereichsleiterin Versorgungsmanagement, die bevorstehenden Veränderungen in der Pflege. Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte sie die wichtigsten Änderungen für pflegebedürftige Menschen, deren Angehörigen und in der Pflege arbeitende Personen: Ab dem kommenden Jahr gibt es einen neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit, der die Selbständigkeit pflegebedürftiger Menschen statt deren Defizite in den Mittelpunkt stellt. Drei Pflegestufen werden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Dadurch erhalten alle pflegebedürftigen Menschen mehr Geld. Außerdem wird die Pflege zu Hause aufgewertet, insbesondere durch mehr Unterstützung für pflegende Angehörige.

    Die Podiumsdiskussion eröffnete als Moderator des Abends der Biberacher Diakon Roland Fritzenschaft mit den Worten „In sechs Wochen geht’s los!“ und befragte die verschiedenen Akteure, inwieweit sie vorbereitet seien. Annette Köpfler, Leiterin der Altenhilfe St. Elisabeth-Stiftung in Biberach, meinte: „Die Pflegewelt wird neu erfunden, und das Ganze kommt sehr kurzfristig!“ Beispielsweise erhalte jeder Angehörige ein 15-seitiges Schreiben, das alles sei sehr aufwändig für Pflegeeinrichtungen. Dr. Sabine Schwenk, Geschäftsführerin der AOK Ulm-Biberach, sah ihr Unternehmen gut aufgestellt: „Wir haben 20 Jahre Erfahrung in der Pflegeberatung. Seit Jahresbeginn schulen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben zusätzlich neu eingestellt.“ Natalija Belinder, Leiterin Pflege beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen, sieht die Hauptarbeit erst im Januar kommen, wenn der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff greift. Der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster betonte, es sei längst Zeit gewesen, etwas zu verändern, denn „die Pflege ist für mich Teil des ersten Artikels des Grundgesetzes, die Würde des Menschen!“

    Auf die Frage, was gut am neuen Gesetz sei, antwortete Annette Köpfler, dass die Politik Pflege als wichtiges Feld erkannt habe. Gleichzeitig äußerte sie die Sorge, dass stationäre Pflegeeinrichtungen mittelfristig finanziell benachteiligt sein könnten. Natalija Belinder lobte, dass man nun gezielt Leistungen an die individuelle Pflege anpassen könne und die Ganzheitlichkeit der pflegebedürftigen Person berücksichtigt werde. „Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff ist toll, er ist die eigentliche Revolution! Und der Eigenanteil ist in jedem Pflegegrad gleich, das finde ich genial“ ergänzte Dr. Sabine Schwenk. Gerster erläuterte, dass es sich beim Pflegestärkungsgesetz nicht nur um das eine Gesetz handle; eine große Reform sei in drei Pakete aufgeteilt: „Wir haben ganz viele schöne Bausteine!“, zeigte er sich begeistert.

    Die hohe Beratungsleistung, die das neue Gesetz fordert, nahm einen großen Teil des anschließenden Austauschs mit dem angeregt fragenden Publikum ein. Neben den Pflegekassen und Pflegediensten, die pflegebedürftige Personen und ihre Angehörigen beraten, fehle ein Pflegestützpunkt in Biberach, was besonders Moderator Fritzenschaft als großes Manko nannte. Viele Fragen der Zuhörer betrafen die Sicherheit, dass keine pflegebedürftige Person schlechter gestellt ist als vorher, was der Bestandsschutz garantiert.

    Zudem wurde das Thema Personal in der Pflege diskutiert. Die 50 Zuschauer interessierten sich sehr dafür, ob in stationären Einrichtungen grundsätzlich ausreichend Personal vorhanden sei – insbesondere auch nachts –, und ob ausreichend Nachwuchs in der Pflege vorhanden sei. Fritzenschaft forderte mehr Anerkennung in der Pflege, nicht nur finanziell, um den Beruf auch für Junge wieder attraktiv zu machen. „Wir sind hier alle gefragt, wir müssen der Politik auf die Füße treten!“ so Fritzenschaft. Denn: „Eigentlich ist das ein sehr schöner Beruf, für den viel spricht, doch die Rahmenbedingungen müssen stimmen!“ schloss der Diakon.

    Kleinwinnaden feiert

      Verkehrsfreigabe Ortsumfahrung

      Lange hat es gedauert, jetzt ist es endlich soweit: Die Ortsumfahrung Kleinwinnaden ist fertig und seit heute befahrbar. Das ist für viele Bürger in Kleinwinnaden und Bad Schussenried ein Grund zum Feiern. Der Ortsteil von Bad Schussenried wird endlich von Lärm und Gestank befreit; außerdem trägt die neue Straße erheblich zur Verkehrssicherheit bei, weil ein Unfallschwerpunkt im Kreis Biberach damit entfällt.

      Der frühere Bad Schussenrieder Stadtrat Philipp Götz aus Kleinwinnaden sowie der Biberacher SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster laden deshalb zu einem kleinen Fest ein:

      Am Samstag, 19. November, gibt es von 14 bis 15 Uhr an der Kreuzung in der Ortsmitte von Kleinwinnaden Freigetränke sowie Kaffee und Kuchen. Interessierte, die mitfeiern wollen, sind herzlich eingeladen.

      Ortsumfahrung wird freigegeben

        15 Jahre lang haben die Verantwortlichen diese Straße geplant – Kleinwinnaden feiert

        In der Schwäbischen Zeitung Biberach berichtete Katrin Bölstler am 17. November:

        Machen den Weg frei (von links): Landrat Heiko Schmid, Martin Gerster (MdB), Hartmut Geiger (RP) und Bürgermeister Achim Deinet. Fotos: Ute Baumeister

        Nach knapp viermonatiger Bauzeit können Autofahrer ab Donnerstag, 17. November, die Ortsumfahrung von Kleinwinnaden nutzen. Sie wird voraussichtlich gegen 16 Uhr freigegeben. Die Landstraße verbindet Ravensburg mit Biberach und entlastet Kleinwinnaden vom Durchgangsverkehr. Gleichzeitig ist damit der Unfallschwerpunkt an der Kreuzung Landesstraßen 275/284 und Biberacher Straße entschärft.

        Bürgermeister Achim Deinet erinnerte daran, dass bereits im Jahr 1983 mit den Planungen für die Ortsumfahrungen begonnen worden sei. Verglichen dazu sei die jetzige Bauzeit enorm kurz. Landrat Heiko Schmid, der sich am Mittwoch ebenfalls für eine letzte Begehung vor Ort eingefunden hatte, betonte, dass dieses Bauprojekt ihn bereits seine gesamte Amtszeit begleite. „Es waren unzählige Telefonate, Briefe und beharrliches Nachfragen nötig, bis die Umgehung endlich gebaut wurde“, sagte er. Für die Bewohner von Kleinwinnaden und auch für Bad Schussenried sei dies ein wichtiger und ganz besonderer Tag.

        MdB Gerster beging am Tag vor der (um sechs Tage verschobenen) offiziellen Eröffnung schon mal die neue Straße.

        Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Biberach, Martin Gerster, freute sich sehr über die Eröffnung. „Das ist ein toller Tag, auf den viele Menschen hingearbeitet haben.“ Am kommenden Samstag um 14 Uhr werde es daher in Kleinwinnaden in der Scheune bei Familie Lang eine kleine Feier geben, zu der die Öffentlichkeit eingeladen sei. „Ich werde auch kommen, denn dass die Umgehung fertig ist, ist definitiv ein Grund zum Feiern.“ Im Frühjahr oder Sommer soll es dann noch ein offizielles Straßenfest im Ort geben.

        Kosten geringer als gedacht

        Hartmut Geiger, Referatsleiter für Straßenbau im Regierungspräsidium (RP) Tübingen, erklärte, dass die geplante Bauzeit ohne Probleme eingehalten werden konnte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro, gerechnet hatte das RP mit rund 2,5 Millionen Euro. Regierungspräsident Klaus Tappeser ließ schriftlich mitteilen: „Dem Regierungspräsidium Tübingen ist es gelungen, in einer Bauzeit von nur drei Monaten das regionale Straßennetz im Bereich von Bad Schussenried um einen wichtigen und lange erwarteten Baustein zu ergänzen. Für die Einwohner von Kleinwinnaden, die entlang der Ortsdurchfahrt von Lärm und Abgasen erheblich entlastet werden, aber auch für die Region insgesamt bringt die Straße große Verbesserungen.“

        Hartmut Geiger (RP), Landrat Heiko Schmid, Bürgermeister Achim Deinet und Martin Gerster (MdB) begutachteten die erfolgreich und um 20 Prozent kostengünstiger umgesetzten Pläne der neuen Ortsumfahrung des Bad Schussenrieder Teilorts Kleinwinnaden.

        Die rund 1,3 km lange Ortsumfahrung verläuft östlich von Kleinwinnaden. Sie beginnt 250 Meter östlich der Kreuzung der Landesstraße 275 und der Biberacher Straße und endet nördlich von Kleinwinnaden in der Landesstraße 284. Neben der sieben Meter breiten Fahrbahn verlaufen links und rechts jeweils 1,5 Meter breite Bankette. Auf rund 500 Metern Länge wurden zusätzliche begleitende landwirtschaftliche Wege angelegt. Die Trasse verläuft – beginnend an der Kreuzung der L 275 und der Biberacher Straße auf einer Länge von rund 400 Metern – auf moorigem Baugrund. Dieser nicht tragfähige Boden wurde bis zu zwei Meter tief ausgehoben, erklärte Michael Cargiet, Ravensburger Niederlassungsleiter der ausführenden Firma Storz. In diesem Bereich wurde der Boden mit einem sogenannten Gründungspolster, also einer 50 Zentimeter tiefen, in eine Vlies-Geogitter-Konstruktion eingebetteten Kiesschüttung, neu aufgebaut. Auf der restlichen Strecke wurde der Straßenunterbau ebenfalls mit verbessertem Aushubmaterial hergestellt. Da das Aushubmaterial aus den Einschnittsbereichen der Baumaßnahme stammt, habe man so einen ressourcenschonender Massenausgleich erreicht.

        Spatenstich im Juli

        Das Projekt war 1995 in den Verkehrswegeplan aufgenommen worden. 2001 wurde mit der Untersuchung der möglichen Varianten begonnen. 1986, als sich der Bad Schussenrieder Gemeinderat das erste Mal mit der Ortsdurchfahrt befasste, fuhren 1400 bis 1800 Fahrzeuge am Tag durch Kleinwinnaden. Heute sind es etwa drei Mal so viel. Der Spatenstich für das Projekt war im Juli.

        MdB Gerster liest in der Donau-Bussen-Schule Unlingen

          Bundesweiter Vorlesetag

          Bereits zum fünften Mal hintereinander beteiligt sich der Biberacher SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster am bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen. „Auch dieses Jahr will ich dazu beitragen, Begeisterung für das Lesen zu wecken“, erläuterte der 45-jährige Parlamentarier. „Lesekompetenz ist eine notwendige Voraussetzung für Bildungs- und Berufschancen.“ Diesmal wird er am Freitag, 18. November, zwei vierten Klassen der Donau-Bussen-Schule Unlingen aus „Gespensterjäger auf eisiger Spur“ von Cornelia Funke vorlesen.

          Martin Gerster MdB: Baubeginn für Südbahn schon im Mai 2017

            Spitzengespräch mit der Bahn bringt hervorragende Ergebnisse

            Mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Südbahn wird schon früher begonnen als bisher erwartet. Das haben Spitzenvertreter der Deutschen Bahn dem Biberacher SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Gerster zugesichert. Bereits im Mai 2017 soll der Startschuss für die langersehnte Modernisierung der Südbahn von Ulm zum Bodensee erfolgen. „Ein Riesenerfolg! Ich freue mich, dass es nun doch deutlich früher losgeht als bisher angenommen“, so der 45-jährige SPD-Abgeordnete. „Der jahrelange Einsatz für dieses wichtige Verkehrsprojekt trägt jetzt Früchte.“ Selbst im baden-württembergischen Verkehrsministerium war man noch vor wenigen Tagen von einem Start nicht vor 2018 ausgegangen.

            Auch der Ort für die ersten offiziellen Bauarbeiten steht bereits fest. Nach Informationen der Bahn wird mit der Elektrifizierung der Südbahn in Niederbiegen im Kreis Ravensburg begonnen. Von hier soll in Zukunft der Strom für den Betrieb der Züge kommen.

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